JÄGERVEREIN BAD KISSINGEN 1927 e.V.

30 Prozent mehr Wildschweine im Landkreis Bad Kissingen erlegt

Der Jägerverein Bad Kissingen 1927 e.V. ehrte verdiente Mitglieder und "lauschte" einem hochkarätigen Vortrag über die Afrikanische Schweinepest.

Foto: Armin Straub

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Jägervereins Bad Kissingen 1927 e.V. in Haard am letzten Freitag. Vorsitzender Helmut Fischer begrüßte die Mitglieder des Vereins und bedankte sich für den Einsatz der Jägerinnen und Jäger bei der scharfen Bejagung des Schwarzwildes. So konnte die Strecke im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent für den Landkreis Bad Kissingen mit Altlandkreis auf das Rekordergebnis von 5721 erlegten Wildschweinen gesteigert werden. Fischer wies auch auf das jüngst vom Bayerischen Jagdverband (BJV) ins Leben gerufene "Fotofallenmonitoring Wolf" hin - es wird hierbei gebeten, bei Sichtung Bildmaterial an den BJV weiterzugeben.

Begrüßt wurde in der Versammlung der neue Hornmeisters der Parforce-Horngruppe, Reiner Kloss. Im Anschluss ehrte Vorsitzender Fischer die Jubilare.

Ehrungen

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: 25 Jahre: Christian Metz, Herbert Schreiner, Erich Müller, Erwin Schmelz. 40 Jahre: Hans Fischer, Engelbert Schmitt. 50 Jahre: Volker Seyffert, Wolfgang Blücher, Hans Gerr, Rudolf Schlereth, Berthold Bötsch, Erwin Markert und zusätzlich das Jagdhornbläserabzeichen in Gold 50. 60 Jahre: Karl Schlereth. 65 Jahre: Josef Müller, Heinz Röder, Helmut Saal, Ludwig Geier.

Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest

Das Highlight des Abends war der Vortrag von Universitäts-Professor Dr. Achim Gruber, Veterinärmediziner und Tierpathologe, von der Freien Universität Berlin zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP). Gruber ging auf Historie der ASP ein und lobte den vorbildlichen Umgang von Tschechien mit der anzeigepflichtigen Tierseuche, was letztendlich zur Eindämmung führte.

Eindrucksvoll zeigte er anhand von Bildern den Krankheitsverlauf und erklärte, auf was Jäger beim Erlegen oder Auffinden von verendeten Wild achten müssen. Für den Menschen besteht keinerlei gesundheitliche Gefährdung. Er schloss seinen Vortrag mit dem eindringlichen Appell: "Früherkennung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Seuchenbekämpfung, deshalb müssen alle Verdachtsfälle dem Veterinäramt oder Polizei gemeldet werden." Im Anschluss an den Vortrag standen Gruber und der Leiter des Veterinäramtes Bad Kissingen, Dr. med. vet. Thomas Koy, den Anwesenden für ihre Fragen zur Verfügung.

Leistungsabzeichen überreicht

Nach einer kurzen Pause ging es in der Vereinssitzung weiter mit dem Jahresrückblick, moderiert von Melanie Polland, Armin Straub und Felix Füller. Füller überreichte die in diesem Jahr errungenen Leistungsabzeichen im Schießwesen. Im Anschluss referierte Toni Voll über den Versicherungsschutz, der mit dem Mitgliedsbeitrag abgedeckt ist. Geschäftsführer Winfried Wetterich legte die Geschäftszahlen dar. Der Bericht der Kassenprüfer wurde verlesen, und in Folge die Vorstandschaft entlastet. Sandro Kirchner (MdL und Mitglied des Jägervereins) würdigte in seinen Grußworten das Engagement der Jäger in ihrer Position als "staatlich geprüfte Experten eines anerkannten Naturschutzverbands".

Die Jahreshauptversammlung beendeten schließlich die Jagdhornbläser mit dem Hubertusmarsch und dem Jagdsignal "auf Wiedersehen".

(Quelle: Artikel von: Redaktion Veröffentlicht von: Saale-Zeitung)

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